12 Dezember 2017

Q-Roof gewinnt die Preisfrage Van een Leien Dakje

Wie saniert man ein Baudenkmal auf nachhaltige Weise, ohne den historischen Wert und die Aus-strahlung zu beeinträchtigen? So lautete die knifflige Aufgabe der Preisfrage „Van een Leien Dakje“ (niederländische Redewendung für „Es klappt wie am Schnürchen“ und wörtlich übersetzt „Schie-ferdach“), die vom niederländischen Netzbetreiber Alliander, der Stiftung für Umwidmung und Restaurierung von Kulturerbe BOEi, der Stichting Wijnhuisfonds Zutphen, Nudge und den nieder-ländischen Gemeinden Zutphen und Leeuwarden ausgeschrieben wurde. Die Organisation Nudge, die Projekte im Bereich Klima, Energie, Umwelt und soziale Nachhaltigkeit entwickelt und durch-führt, hat diese Preisfrage für die nachhaltige Sanierung von zwei Baudenkmälern in Zutphen und in Leeuwarden formuliert.

Marc Meijers, Entwerfer aus Maastricht, entwickelte nach mehrjähriger Forschung den cleveren Q-Roof-Kollektor, der nicht auf, sondern hinter den Dachziegeln oder Schieferziegeln montiert wird, so dass er von außen nicht sichtbar ist. Damit eignet er sich hervorragend für historische Gebäude. Der Q-Roof-Kollektor nutzt die Solarenergie, die das ganze Jahr hindurch kostenlos auf unsere Erde trifft. Die Wärme, die damit „aufgefangen“ wird, lässt sich anschließend relativ einfach in der Woh-nung oder im Gebäude nutzen, entweder zur Anwärmung von Leitungswasser oder um es in den Boden zurückzuleiten und in einer späteren Jahreszeit erneut zu nutzen.

Damit war der Q-Roof einer der Kandidaten für die Preise von „Van een Leien Dakje“. Nachdem Q-Roof für beide Projekte bereits den Publikumspreis erhalten hatte, war nun die Expertenjury an der Reihe zu beurteilen, welche der Einsendungen die Preisfrage am besten gelöst hatte. Für das historische Gefängnisgebäude „Blokhuispoort“ in Leeuwarden wurde Q-Roof als strahlender Sieger ausgerufen.
Das Urteil der Jury lautete wie folgt:
„Wir haben Q-Roof als beste Lösung ausgewählt, weil damit die Aufgabe der Preisfrage am besten gelöst wurde. Eine realistische Lösung für die Dachbedeckung, die optimal dem Wunsch Rechnung trägt, das charakteristische Erscheinungsbild und den Denkmalwert zu erhalten, ohne kulturhisto-risch wertvolle Elemente zu beeinträchtigen. Diese innovative und kreative Lösung ist unsichtbar und eröffnet neue Möglichkeiten für Denkmäler mit Warmwasserbedarf. Damit eignet es sich aus-gezeichnet für denkmalgeschützte Wohnhäuser.“

Das Q-Roof-Team hat den prestigeträchtigen Preis, der vom Bürgermeister von Leeuwarden über-reicht wurde, am vergangenen Mittwoch in Empfang genommen (siehe Foto). Bei diesem Anlass wurde noch einmal betont, dass Blokhuispoort zusammen mit Nudge danach strebt, diese neue Kollektorlösung auch tatsächlich anbringen zu lassen. Papier ist schließlich geduldig, doch bei der Nachhaltigkeit ist schnelles Handeln geboten. Dies gilt auch für die Erhaltung und nachhaltige Sanie-rung von Denkmälern, deren Schutz uns wichtig ist.

Q-Roof möchte sich nun allerdings nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Das Unternehmen plant die Weiterentwicklung seiner Technologie für andere Anwendungsbereiche, beispielsweise einen Kollektor, der hinter Giebelwänden installiert wird. Deshalb ist das Unternehmen einer der Partner im Projekt Cleantech Energy Crossing mit Kiemt als Projektträger. Dieses geförderte Projekt wird im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland realisiert. Eine der Projekttätigkei-ten bezieht sich auf die Entwicklung, Demonstration und Analyse von innovativen Technologien für die Heizung und Kühlung von Wohnungen. Im Rahmen dieser Projekttätigkeit arbeitet Q-Roof mit Wissensinstituten und Entwicklern von Solarheizsystemen zusammen an der Entwicklung innovati-ver Heizkonzepte.

Die einzelnen Projekte von Q-Roof sind unter anderem mit Unterstützung von OP-Zuid, Parkstad Limburg (BIHTS) und Interreg Vlaanderen-Nederland zustande gekommen.

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