16 Oktober 2017

Im Spotlight: GPX

Die Verknüpfung zwischen Verbrauch und Herkunft von Energie

Das Unternehmen GPX aus dem niederländischen Arnheim verknüpft die Herkunft nachhaltiger Energie direkt mit dem Energieverbrauch. Damit stellt es dem Verbraucher eine Plattform zur Verfügung, mit der er seinen Energieverbrauch grüner gestalten kann. Grüner Strom und grünes Gas werden unter anderem in den Niederlanden erzeugt. „Durch den Erwerb eines Zertifikats oder eines Herkunftsnachweises für Strom aus nachhaltigen Quellen macht der Stromkunde seinen eigenen Energieverbrauch auf gesetzlich anerkannte Weise grüner. Der Erzeuger erhält auf diese Weise Kapital für einen nachhaltigen Ersatz seiner Energiequelle“, erläutert Hugo Schönbeck, einer der Geschäftsführer von GPX.

Das Unternehmen ist seit 1999 im Energiesektor tätig. Die ursprüngliche Abkürzung GPX steht für Green Power eXchanger. „Dieses Systems macht sichtbar, verwaltet und gewährleistet, wer welche Energie an wen liefert“, so Schönbeck. Das funktioniert mittels einer digitalen Verbindung von der Quelle bis zum Verbrauch. Der Aspekt „Power“ im Unternehmensnamen verweist auf den Echtzeit-Aspekt. Das System gewährleistet, dass die digitalen Energie-Zertifikate (Herkunftsnachweise) von einem Strom(sub)zähler (kWh) entwertet werden. Der Stromkunde kann damit zwischen verschiedenen Quellen unterscheiden. GPX verarbeitet die Messdaten von Quelle und Abnehmer und gewährleistet eine lückenlose Lieferung der Herkunftsdaten.

Die Lieferung von grünem Strom erfolgt immer auf administrativem Weg. GPX Energiebank ist das erste Unternehmen, das ausschließlich mit Herkunftsdaten (ohne die Lieferung von Strom oder Gas) handelt. Die Bank liefert selbst keine Energie, sondern nur die Herkunftsdaten des Stroms. Diese Herkunft wird in digitalen Zertifikaten festgelegt, die anschließend an die Abnehmer geliefert werden können. Sie geben verbindlich Aufschluss darüber, wo die abgenommene Energie erzeugt wurde. GPX liefert dem Abnehmer einen Kontoauszug, auf dem die Entwertung der Herkunft angegeben ist. Die Lieferung von Herkunftsdaten an Endabnehmer über die Website von gpx.eu ist eine neue Dienstleistung. „Auf diese Weise schaffen wir Klarheit im Markt“, sagt Schönbeck. „Das ist die Mission unseres Unternehmens.“

Doch dabei möchte GPX es nicht belassen. Das Unternehmen arbeitet inzwischen an der Weiterentwicklung seines Geschäftsmodells für die Energiespeicherung. Deshalb ist das Unternehmen einer der Partner im Projekt Cleantech Energy Crossing mit Kiemt als Projektträger. Dieses geförderte Projekt wird im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland realisiert. Eine der Projekttätigkeiten bezieht sich auf die Entwicklung, Demonstration und Analyse von zwei innovativen Batterietechnologien in einer Mikronetz-Umgebung. Bei dieser Tätigkeit arbeiten sechs Unternehmen und drei Wissensinstitute zusammen an der (Weiter-)Entwicklung innovativer stationärer Batterietechnologie, um die Speichermöglichkeiten in lokalen Mikronetzen zu verbessern. GPX leistet einen Beitrag zur Validierung von Forschungsergebnissen und Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle mit Speichertechnologie.

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